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D - 17438 Wolgast -Wolgaster Segelclub


Informieren Sie sich auf diesen Seiten über die Veranstaltungen des Segelclubs Wolgast. Es war im Sommer des Jahres 1947. Zwischen den am Hafen befindlichen Trümmern und im Angesicht einer zerstörten Brücke fanden sich einige Wassersportfreunde, die eigentlich schon ein Jahr zuvor nach Booten Ausschau hielten, die weiter als segelbarer Untersatz genutzt werden konnten, öfter zusammen.
Im Herbst des Jahres 1947 wurde dann die Genehmigung erteilt, eine Segelsportgruppe zu gründen.

Alle Vorbereitungen dazu wurden getroffen und am 07. 10. 1947 fand in der Wolgaster Bürgerhalle bei P. Mahnke das Treffen aller hiesigen Sportfreunde und aller weiteren Interessierten statt. So wurden am Gründungstag 32 Sportfreunde registriert und diese begannen ihre erste offizielle Versammlung.

Während der ersten Jahre waren als Dachorganisation der FDGB und die FDJ vorrangig die Jünger des Sports. Dann bildeten sich sogenannte Landesportaus-schüsse fachgebietsbezogen heraus, die im Deutschen Sportausschuss organisiert waren. Dann folgten die Betriebe als führende Förderer des Sports. So wurde für uns die damalige „Holzindustrie“ wirksam. Später schloss sich die „Peene-Werft“ als Trägergemeinschaft an. „Peene-Werft“/“Holzindustrie“ lautete nun der Name.

Im Jahre 1956 konnte endlich eine durchgehende Steganlage auf dem Schlossplatz zwischen den Pfählen der ehemaligen Amazonenbrücke und der Fischerslipanlage errichtet werden.
In ca. 1000 Stunden wurde diese Anlage aufgebaut.

Es war 1965, nachdem in Warnemünde die ersten Optimisten aufgetaucht waren und in Wolgast bei uns der heute noch existierende DDR-Optimist „Optimist“ Nr. 1 im Selbstbau hergestellt war, bauten Sportfreunde mit Genehmigung der Werft auf dem Schnürboden auch 6 Optimisten für die Sektion.Am 26. 08. 1968 konnte der Seekreuzer im Wert von 80.000 Mark vom Stapel gelassen werden.
Er wurde auf den Namen „Wappen von Wolgast“ im Auftrage des Rates der Stadt von der Sportfreundin Bergemann getauft. Die Stadt übernahm auch die Paten-schaft. Als Bootsführer wurde der bewährte Sportfreund K. Neitzel eingesetzt.
Mit diesem Bau gab es für den Segelsport neuen Auftrieg, wobei die Yacht später an Seeregatten „Rund Bornholm“, an Meisterschaften und Auslandsstarts teilnahm.

Ab 1969/70 brach dann für die Sektion und dank der Unterstützung der Werft ein neues Jahrzehnt für unseren geliebten Segelsport an. Aufgrund der Probleme:
Fehlen eines zentralen Seglerhafens, Fehlen von ausreichenden Steganlagen und Winterliegeplätzen, Fehlen von Lagermöglichkeiten für Material und Ausrüstungen,
Fehlen von Reparaturwerkstätten, wurde es für die Sektion immer schwieriger, alle Sportfreunde weiter zu motivieren.
Das Gelände der Yachtwerft – später ein Betriebsteil des VEB Vostra Trassenheide – wurde nun nach Jahren wieder dem Segelsport zurückgeführt. Bis 1945 war es nämlich ein Gelände der in Wolgast beheimateten Seeberufsfachschule mit umfangreichen Steg- und Bootshausanlagen, die leider dem faschistischen Krieg zum Opfer fielen.

Mit diesem Gelände wurde auch der Name „Segelsportzentrum Drei-Linden-Grund“ geboren und der Sektion als Nutzer vom Trägerbetrieb VEB Peene-Werft übergeben.

Zu Ende der Saison und ab 1972 zeichneten sich die ersten Erfolge ab. In Winterschulungen und Trockentraining hatte die Kinder- und Jugendgruppe erreicht, dass schon offizielle Veranstaltungen wahrgenommen werden konnten und die ersten wettkampfmäßigen Vergleiche erfolgten. Durch die Initiative der Sportfreunde Winkler, Matzig und Zollatz wurde der Grundstein für eine „Kormoran-Flotte“ in unserer Sektion gelegt. Diese Sportfreunde begannen 1972/73 mit den Vorbereitungsarbeiten für den Bau von weiteren 3 Stück Knickspant-Kielbooten.
Als Mitte der 70-er Jahre die im Auftrage des BDS der DDR entwickelte Segelyacht Typ „Hiddensee“ in Polyesterbauweise ihren Siegeszug durch die Seglerwelt der DDR antrat, ging dieses Ereignis auch an unserer Sektion nicht spurlos vorüber. So waren es 1977 die „Polaris“ und 1979 die „Simpukku“, die die Reihen der Sektion verstärkten.
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Etwas ganz Wichtiges hat sich jedoch noch auf seglerischem Gebiet getan. Die PW erwarb das Messe-Muster des Kielschwertbootes vom Typ „Sund“ im Jahre 1986 und übergab es der Sektion.
Im Frühjahr dieses Jahres fand nun in einer Feierstunde die Taufe im Besein der Werftleitung statt. Das Boot erhielt traditionsgemäß angepasst an den Ursprungstyp den Namen „Peene“.
Auch wurde 1986 eine größere Jolle vom Typ „Xylon“ erworben und der Jugend zur Verfügung gestellt.
Zwei weitere Boote vom Typ „Sund“ sind im Laufe dieses Sommers dem nassen Element übergeben worden und zwar die der Sportfreunde Koch/Kunisch und Brosza.

Die Veränderung begann am 09. November 1989 gegen 21:30 Uhr, als die Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten geöffnet wurde. Sie betraf die Mitglieder der Sektion Segeln der Betriebssportgemeinschaft der Peene-Werft Wolgast unmittelbar, denn wenige Minuten später war jedem von uns klar: Wir brauchen keine PM 18 mehr, die Erlaubnis zum Befahren der Küstengewässer, denn die wurde ja immer im November eines jeden Jahres beantragt.
Sportfreund Eckhard Manteufel hatte sich darum immer gekümmert und in dem Punkt war er nun ohne Arbeit. Diese Veränderung – ohne Arbeit – haben später viele von uns im Berufsleben erfahren müssen – eine Veränderung, auf die wir alle gern verzichtet hätten.

Mit der Auflösung der Betriebssportgemeinschaft „Motor“ der Peene-Werft wurde die Sektion Segeln in die „Selbstständigkeit“ entlassen und der damalige Sektionsleiter, Sportfreund Karl-Heinz Schweda, hatte mit bemerkenswertem Weitblick die Gründung des Segel-Club Wolgast e. V. vorbereitet.
Dieser erfolgte schließlich mit der Eintragung in das Vereinsregister unter der Nr. 19 beim Kreisgericht Wolgast am 17. 05. 1990.

Die alljährlich organisierten Segelveranstaltungen Ansegeln und Absegeln zählten immer zu den Höhepunkten im Vereinsleben und fanden nicht nur in unserem Club eine gute Resonanz. Besonders die mit dem Absegeln ausgerichteten Regatten um das traditionelle „Blaue Band der Peene“ fanden einen regen Zuspruch, auch durch die zahlreiche Teilnahme von Seglern der benachbarten Segelvereine aus Wolgast und Freest und 1997 auch durch eine verstärkte Präsenz von Booten aus Ueckermünde. So nahmen 1995 34 Boote, 1996 27 Boote und 1997 33 Boote an dieser Regatta teil.


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23.09.2006

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