Segeln im Schwarzen Meer? Normalerweise, dachte ich, reisen Menschen in andre Länder, um die dortigen Sitten und Gebräuche kennenzulernen. B. und M. K. von der SJ „S.“ haben mich mit ihrem Artikel in TO-Nr. 111 über ihren Schwarzmeertörn eines besseren belehrt: Man reist in andere Länder, um den dortigen Menschen deutsche Zucht und Ordnung beizubringen.
Anders ist die Unvernunft, mal als erstes die Hilfe eines Agenten abzulehnen, ja wohl nicht zu erklären. Zumal ohne Russischkenntnisse, aber „die werden in einem internationalen Hafen ja wohl englisch können!“ Nein, können sie nicht. Die Weltsprache im Osten ist weiterhin Russisch.
Ganz ehrlich: Mich freut es, dass die Selbstherrlichkeit der beiden einen Dämpfer bekommen hat. Aus der ganzen Geschichte einen veritablen Staatsakt mit Einschaltung der Botschaft zu konstruieren, einen Notruf abzusetzen und unverschämterweise die Ukraine als Ganzes zu verdammen führt mich zu dem Fazit: Bleibt zu Hause!