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Karfreitag waren wir von Sneek aus über das Sneeker Meer, Groningen und die Kanäle aufgebrochen und am Samstag in Delfzil angekommen. Diese Reise war ein Teilstück der Überführung unseres Dompkruizers DK 860 von den Loosdrechtsen Plassen südlich vom Ijsselmeer in die Ostsee an den neuen Liegeplatz in der Schlei.
Nach dem Verlassen der Schleuse empfing uns der Hafen in seiner ganzen Tristheit mit grauem Himmel und Nieselregen. Wir legten im Yachthafen an, wo wir den Mast stellen wollten. Es war alles andere, als gemütlich.
Es war das erste Mal, daß wir den Mast auf diesem Schiff stellten. Wir hatten das Rigg beim Kauf gecheckt und festgestellt, daß der Holzkastenmast leicht aus dem Leim ging. Deshalb hatten wir zwei Stellen mit Epoxi nachgeklebt. In der Ostsee sollte der Mast auseinandergenommen und komplett neu verleimt und lackiert werden. Mit Hilfe der Jütt richteten wir den Mast in unserem neuen Mastfuß auf. Bis kurz vor Schluß lief alles glatt, aber das untere Ende des Mastes war leicht aufgequollen und passte nicht in die Führung im Mastfuß. Ein Stegnachbar half mit mehreren beherzten Schlägen mit dem Hammer nach, dann stand der Mast und wir konnten die Wanten spannen. Bis zum Einbruch der Dunkelheit waren wir fertig und vom ständigen Nieselregen durchnässt.
So verbrachten wir einen klammen Abend in der Kajüte, die wir zum Glück mit unserem Petroleumheizer heizen konnten.