Mit zwei Autos tuckerten wir zu siebt morgens um 8 in Rohrdorf los. Ich mit den beiden Biebls über den Plöckenpass und der Sharan mit Rainer, Andreas, Gregor und Veronika über die Autobahn. Fast zur gleichen Zeit kamen wir in Veruda an, wo am Steg 1 die SEA SHELL auf uns wartete. Es ging wirklich total unkompliziert mit der Schiffsübergabe. Am Stützpunkt wurde ich wie eine alte Bekannte begrüßt.
Die GibSea 43 war fertig geputzt und für uns hergerichtet. Nur die Stelling hatte eine Neigung von ungefähr 30° wegen Niedrigwasser und verlangte unseren ganzen Mut, um überhaupt an
Bord zu kommen. Alles war schnell verstaut und meine Crew fing langsam an, sich schiffsmäßig zu bewegen. Meine Schiffseinweisung samt Lifebel- tanprobe war in einer knappen Stunde erledigt. Heute wollten wir noch einen Probeschlag unter- nehmen und die Segel wenigstens einmal hochziehen. Unser Lattengroß will tatsächlich gehießt werden, nicht wie ein bequemes Rollsegel einfach rausgezogen. Also legte ich so gegen 17 Uhr eigenhändig ab (ich wollte wenigstens einmal fahren)und draußen setzten wir trotz fehlendem Wind beide Segel. Welches Schnürl ist denn bloß wofür gut? Die Verwirrung ist am Anfang halt immer groß! Oh, wo ist denn der Wind? Unsere SEA SHELL schob sich mit 1,5 kn durch das gekräuselte Wasser und meinte, es sei Zeit, wieder in den Stall zu gehen.