Ein Segeltoern nach und in Albanien im Mai 2004 - ADRIASAIL. Nach 48-stündiger, teilweise recht rauer Fahrt, erreichen wir, von Pescara kommend, am frühen Morgen den Einklarierungshafen DURRES.
Nach wiederholtem Anruf auf UKW 16, meldet sich endlich Durres Port Control mit verschlafener Stimme, und ersucht, nachdem wir die gewünschten Schiffs- und Crewdaten durchgegeben hatten, dass wir kurz vor dem Einlaufen in den Hafen nochmals anrufen.
Als wir dies etwa eine Stunde später auch tun, rührt sich weder auf Kanal 16 noch 15 (Anrufkanal für Durres-Hafen) etwas. Nach etlichen Versuchen geben wir schließlich auf und suchen im großen Hafenbecken nach einer geeigneten Anlegestelle. Wir drehen im unheimlich schmutzigen Wasser (Öl, Tierkadaver u.ä.) einige Erkundungsrunden. Nirgendwo ist jemand zu sehen, der uns sagt, wo wir anlegen sollen.
Es gibt nicht viele Möglichkeiten – nur zwei um genau zu sein. So entscheiden wir uns schließlich für eine Lücke zwischen zwei großen Frachtschiffen, wo auch ein Lotsenboot liegt.
Und siehe da: Hier steht auch unser Hafenkapitän; das Funkgerät hat er zwar am Gürtel hängen, doch an ein Benützen denkt er wohl nicht – wahrscheinlich mangels Englischkenntnisse.
Hilfreiche Hände sind uns beim seitlichen Anlegen behilflich. Vor den am Kai hängenden Autoreifen müssen wir uns gut mit unseren Fendern schützen; es ist weder leicht noch lustig die schwarzen Gummistreifen von den Bordwänden wieder zu entfernen.