Tromsö - Bäreninsel - Longyearbyen (Spitzbergen). Am Donnerstag, den 29. Juni erfolgt die Anreise. Nachdem uns die Vorcrew gerade mal ein (!) Bier hinterlassen hatte, das auch noch alkoholfrei war, besorgen Thomas und ich, die am Nachmittag als Erste in Tromsø ankommen, erst einmal einen Willkommensschluck und ein paar frisch gefangene Krabben für die Crew.
Am Freitag die üblichen Mühen des Ausrüstens. Es wird aus- und eingestaut, gepackt und geschuftet, alles bei herrlichem Sonnenschein. Timm verbringt den Tag in den Masten, denn ein beschädigtes Stb-Backstag muss ausgetauscht werden, und der Besan wird ausnahmsweise auch mal inspiziert.
Wir besuchen das meteorologische Institut, die Wetteraussichten sind gut: leichte bis mittlere Winde aus S bis W, vielleicht etwas Nebel. Die Packeisgrenze ist ja schon weit in den Norden ausgewandert (82° und höher) und macht uns keinen Ärger, aber einige Treibeisfelder, die sich an der Ostküste Spitzbergens gebildet haben, ziehen mit der Strömung ums Südkap herum und die Westküste hoch, wo sie die Einfahrt des Hornsunds blockieren. Wir hoffen, dass das Eis nicht wegschmilzt, bis wir dort oben ankommen, denn ein bisschen Eis sehen, das möchten wir ja schon.