Cuxhaven - Oslo - Laboe. Welch ein schönes Wiedererleben: Alte Liebe. Der Leuchtturm Cuxhavens, erbaut 1802-1803, nicht nur Ausgangspunkt vieler Nordseefischer, sondern einer Segelreise von ebenda nach Oslo. Auch Hort der Erinnerung des Verfassers dieser Zeilen. Ja, die Erinnerung an die Sommerferien in Kuckeshaven, des Ritzebütteler Schleusenpriels in die Elbe. In jenen Jahren als mein Lieblingsonkel Willy als erster Funker auf einem großen Pott der christlichen Handelsmarine, nach verlorenem Krieg geschlagen, anheuerte, Großtante Gertrud, eine atemberaubend schöne Frau, mit mir am Anleger wartete, bis intensiver Geruch nach Dorsch und grünem Hering sich unserer Nasennervenstränge bemächtigte und uns der Oheim mit charmantem Lächeln an die Hand nahm. Es ging sehr geschäftig zu, Anfang 1950, in Deutschlands zweitgrößtem Fischereihafen, als der Hering "Armer-Leute-Essen" - und Lachs etwas für die Vermögenden war. Zu einer Zeit, als die Deutschen mal gerade eben satt wurden.