Von Griechenland nach Spanien mit der Maldives 32. Endlich war es soweit. Am 11. Juni 02 konnten wir, meine Freundin und ich, die "Felicitas", eine Maldives 32, Bj. 89, in der Bucht von Volos übernehmen. Der Voreigner wies uns in die kleinen und größeren Geheimnisse des Bootes ein und segelte noch ein Stückchen mit uns mit.
Am nächsten Morgen ging es bei herrlichem raumschots Wind los nach Kymi auf Evvoia. Für mein Mädel war es der erste "Seetörn" nach 3 jährigem Elbsegeln auf einem kleinen Trimaran. Auf der Speed 770 hatte sie sich nie so richtig wohl gefühlt, bei sehr häufigen Wasserkontakt und stets auf Wasserhöhe sitzend. Dagegen war das Segeln auf der "Felicitas" nun beinahe ein Reisen 1.Klasse. Auf der Fahrt von Kymi nach Karystos konnte die "Felicitas" eine Zeitlang zeigen, daß sie es recht eilig haben kann. Die Durchfahrt zwischen Evvoia und Andros wirkt wie eine Venturidüse. Die erste Reffreihe im Großsegel war eingebunden, die Rollfock ein Stück eingedreht. Kontinuierlich briste es weiter auf. Um 30 kn Wind liefen wir beständig zwischen 9-11 Knoten. Der Wind legte weiter auf 35kn und unsere Geschwindigkeit bis 13 Kn zu. Ich barg das Großsegel und wir liefen nur unter Fock mit 8 kn gemütlich weiter. Eigentlich wollte ich es meiner Freundin zu liebe ja ruhiger angehen lassen. Zum Glück hat die Fahrt auch ihr gefallen, denn das Boot lag wie ein Brett auf dem Wasser und leicht auf dem Ruder. Nun hüpfte natürlich die schwarze Seglerseele, alles stimmte.