Lefkas-Meganisi-Atokos. Von unserem Liegeplatz in der Marina aus haben wir soeben unseren französischen Freund mit seiner roten Stahlyacht gesichtet, wie er im Kanal an uns vorüberläuft. Per Funk verabreden wir uns für den Abend in der Tranquil Bay im Osten von Lefkas. Wind ist Null, und so holen wir ihn - dieselunterstützt - kurz vor dem Ziel ein; unsere fünfzig Pferdestärken müssen nur acht Tonnen schieben, seine immerhin zweiundzwanzig. Wir feiern das Wiedersehen am Abend beim Sundowner auf "Maeva". Der Name "Tranquil Bay" stammt allerdings aus fernen Urzeiten; heutzutage macht die Bucht gegenüber von Nydri ihrem Namen keine Ehre mehr. Sie ist rappelvoll, es herrscht reger Dingiverkehr, Ankerlieger plärren Neuankömmlingen lautstark entgegen, wo sie gefälligst ankern sollen und schreien dazu - offensichtlich bereits im nachmittäglichen Frührausch - besserwisserisch quer über die Bucht (ja, "Passat", ihr seid gemeint!)... Nein, ruhig ist es hier wirklich nicht mehr!